1. Grundsätzliche Vorüberlegungen
Unsere Schule begegnet der Vielfalt ihrer Schülerschaft – geprägt durch unterschiedliche Vorerfahrungen und einen Migrationshintergrund von über 80 % – mit einer inklusiven Haltung. Ziel ist es, Freude am Lernen zu wecken, zur Selbstständigkeit zu führen und ein positives Selbstkonzept zu fördern. Dies gelingt durch individuelle Aufgabenstellungen, anregende Lernformen (Wochenplan, Projekte, außerschulische Lernorte) und kontinuierliche Fortbildung des Kollegiums. Diagnose und Beratung erfolgen eng vernetzt mit Schulpsychologie, Mobilem Sonderpädagogischen Dienst (MSD), Jugendsozialarbeit (JaS) sowie Eltern und Betreuungspersonal. In unseren Ganztagesklassen ermöglichen wir einen rhythmisierten Tagesablauf mit zusätzlichen Lehrerstunden für gezielte Differenzierung.
2. Förderung vor der Einschulung
Ein gelungener Schulstart ist die Basis für den weiteren Schulerfolg.
2.1 Vorkurse Deutsch: In enger Kooperation mit den Kindergärten werden Kinder mit Sprachförderbedarf gezielt unterstützt. Der Vorkurs beginnt im Kindergarten und wird im Jahr vor der Einschulung (3 Wochenstunden) an der Grundschule fortgeführt.
2.2 Elternabend: Im Februar informieren wir über notwendige Basiskompetenzen und geben Eltern konkrete Tipps zur Unterstützung im letzten Kindergartenjahr.
2.3 Schuleinschreibung: Eine systematische Erfassung schulerfolgsrelevanter Kriterien (Sprache, Motorik, Konzentration etc.) ermöglicht eine frühzeitige Beratung und Einleitung von Interventionsmaßnahmen.
2.4 Schulbesuchstage: Schnuppertage und Kooperationsangebote ermöglichen den zukünftigen Schulkindern eine erste Eingewöhnung und den Eltern den Austausch mit der Schule.
3. Förderung in der Grundschulzeit (Jahrgangsstufen 1–4)
Differenzierung: Durch offene Lernformen (Werkstattarbeit, Wochenplan, Lerntheken) fördern wir das selbstständige Lernen. Wir nutzen differenziertes Material, Experten-Systeme und digitale Lernangebote wie „Antolin“ (Leseförderung) und „Blitzrechen“ (Mathematik-Automatisierung).
Sprachförderung: Deutsch-Plus-Gruppen und gezielter Förderunterricht unterstützen Schüler mit Migrationshintergrund bei Wortschatz und Sprachverständnis.
Soziales Lernen: Sozialtrainings (z. B. „Aufg´schaut“), gruppendynamische Angebote durch die Jugendsozialarbeit sowie die AG „Sozialerziehung“ unterstützen das friedliche Miteinander.
Musisches Profil: In der Ganztagesklasse (Jgst. 2/3) ermöglicht das IKARUS-Instrumentenkarussell allen Kindern das Erlernen verschiedener Instrumente.
4. Auswahlkriterien
Individuelle Fördermaßnahmen basieren auf einer fundierten Diagnose:
Zielgerichtete Unterrichtsbeobachtung und Lernzielkontrollen
Standardisierte Verfahren (z. B. Stolperwörter-Lesetest)
Analyse von Schülerfehlern und diagnostische Gespräche
Vergleichsarbeiten (Jgst. 3/4)
5. Förderung bei erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf / Inklusion
Wir inkludieren Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen Lernen, soziale/emotionale Entwicklung, körperliche/motorische Entwicklung, Hören und Sprache.
5.1 MSD: Der Mobile Sonderpädagogische Dienst berät regelmäßig Lehrkräfte und Eltern vor Ort.
5.2 Nachteilsausgleich & Notenaussetzung: Bei Bedarf werden individuell angepasste Lernziele festgelegt, dokumentiert durch einen individuellen Förderplan.
5.3 Schulbegleitung: Unter spezifischen Voraussetzungen kann bei entsprechenden Förderschwerpunkten eine Schulbegleitung beantragt werden.
Fazit: Der Erfolg der inklusiven Arbeit an unserer Schule basiert auf der engen, vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Elternhaus, Schule und externen Kooperationspartnern.